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Brauereiprofil Klosterbrauerei Neuzelle

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Brauereiprofil Klosterbrauerei Neuzelle

Die Klosterbrauerei Neuzelle produziert im Sinne der Mönchstradition mit natürlichen Rohstoffen einzigartige Bierspezialitäten mit einem ganz eigenen Charakter. So gelingt es der Brauerei, alte Traditionen zu pflegen und sie gleichzeitig mit Innovation zu verbinden.
Wir haben mit Helmut Fritsche, Geschäftsführer der Klosterbrauerei Neuzelle, gesprochen. Lesen Sie hier mehr darüber, was die Bierspezialitäten der Klosterbrauerei so besonders macht.

 

In Deutschland wird immer weniger Bier getrunken – was denken Sie, wieso?

Bier wird oft im großen Maßstab industriell produziert. Die großen Produzenten versuchen über den Preis Kunden zu gewinnen, das führt letztlich auch zu einer Abwertung des Produktes. Als vergleichsweise günstiges alkoholisches Getränk wird Bier weniger bewusst genossen, als beispielsweise Wein, obwohl alkoholische Getränke immer einen bewussten Genuss erfordern und als Genussmittel verstanden werden sollten. Bier ist kein bloßer Durstlöscher. Gerade handwerklich gefertigte Biere erfordern ein anderes, neues Verständnis. Die aktuelle Craft-Beer-Bewegung kann ein solches neues Verständnis fördern. Sie wertet Bier auf, indem sie neue Bierrezepturen und aufwändige Brauverfahren mit sich bringt. Durch höhere Preise verändert sie zudem das Preisbewusstsein. Ebenso verändert sich der Umgang mit Bier, indem der Aromenvielfalt von Bieren mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Auch wir sind ständig bestrebt das Image von Bier aufzuwerten.

 

Welche Rolle spielt das Internet für Ihre Brauerei?

Das Internet ist für uns die entscheidende Werbeplattform. Wir erreichen dort viele Kunden und vernetzen uns mit unseren Partnern zum gemeinsamen Nutzen. Wir bieten unseren Kunden hier außerdem vielfältige Informationen über uns, unsere Produkte und über die Region. Über unser Kontaktformular oder die sozialen Medien stehen wir unseren Kunden jederzeit Rede und Antwort.

 

Feierabend! Lust auf Bier! Warum eines aus Ihrer Brauerei?

Viele unserer Biere weisen dank ihrer nachträglichen Veredelung eine einzigartig große Aromenvielfalt auf. In unserem großen Sortiment findet sich somit etwas für jeden Geschmack. Der Schwarze Abt hat mit seinen Kaffee- und Röstaromen einen unverwechselbaren Charakter, das Ginger Bier besticht mit seiner spritzigen Frische und seiner feinen Ingwernote, das Kirsch Bier ist fruchtig, vollmundig und besonders bei Frauen sehr beliebt. Veredelt werden unsere Biere ausschließlich mit hochwertigen, natürlichen Zutaten.

 

Welche Pläne haben sie für sich und Ihr Brauhaus in naher Zukunft?

Unser Bier ist und soll in jedem Falle eine Spezialität bleiben, Ziel ist es bei gleicher Produktionsmenge eine hohe Qualität zu sichern und die eigene Position am Markt nachhaltig zu festigen.

 

Worin sehen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Unser Alleinstellungsmerkmal ist das Brauen nach dem Reinheitsgebot mit anschließender Veredelung der Biere. Natürliche Säfte und Extrakte geben vielen unserer Biere eine unverwechselbare Note. Am Anfang der Veredelung aber stand der Schwarze Abt, unser Hauptprodukt, mit seiner 425-jährigen Historie und dem fein abgestimmten Zusatz von Raffinade. Diese Veredelung führte zu einem 10 Jahre andauernden Rechtsstreit darum ob der Schwarze Abt unter der Bezeichnung Bier verkauft werden dürfte, den das Bundesverwaltungsgericht letztlich pro Schwarzer Abt entschied. Nach dieser hochoffiziellen weltlichen Anerkennung erhielt der Schwarze Abt dann 2013 auf dem Petersplatz auch den heiligen Segen von Papst Franziskus. Die nachträgliche Veredelung der Neuzeller Biere und die Geschichte dahinter machen die Klosterbrauerei Neuzelle und unsere Spezialitäten so ganz unverwechselbar.

 

Welche Bedeutung hat Ihre Brauerei für Ihre Region?

Der Rechtsstreit um den Schwarzen Abt machte die Klosterbrauerei Neuzelle weithin bekannt. Ein Produkt aus Neuzelle lenkte die mediale Aufmerksamkeit so auch auf den Ort und das Umland. Noch heute interessiert die Geschichte unsere Gäste sehr. Und wer bei uns eine Brauereiführung macht, der lernt auch die reizvolle Umgebung kennen. Mit der Weltausstellung „Handmade in Germany“ bereisen unsere Biere aktuell zudem viele bedeutende Metropolen und lenken den Blick ebenso auf die Heimat der Bierspezialitäten, die nächste Station der Ausstellung ist Taipei. Infolgedessen stellen wir auch fest, dass die Besucher in Neuzelle immer internationaler werden. Außerdem werben wir gezielt für unsere schöne Region und Ihre Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel in unserem Newsletter oder auch auf unseren Rücketiketten, die mit den Flaschen weit verbreitet werden.

 

Fernsehbiere haben viel Marketing, viel Geld und viele Vertriebswege. Was ist der
Vorteil ihrer regionalen Brauerei?

Wir sind klein und wendig und immer bestrebt genau das auch zu bleiben. Früh haben wir unser Bier bereits selbst online vertrieben und unseren Online Shop seitdem stets weiterentwickelt. Ob per Newsletter oder durch die sozialen Medien haben wir einen engen Kontakt zu unseren Kunden und sammeln dort auch unsere Erkenntnisse. Außerdem sind wir authentisch, die sozialen Medien zum Beispiel werden von den Mitarbeitern der Brauerei mit Leben gefüllt und nicht von externen Agenturen.

 

Wie bewerten Sie das Medieninteresse am sogenannten Craft Beer?

Wie schon angedeutet, bringt dieses Medieninteresse gewisse Veränderungen mit sich. Zum einen wird Bier generell in einem anderen Licht dargestellt und der Fokus auf Bier als handwerkliches Produkt gelegt. Fraglich und unklar ist allerdings die Definition und Auslegung des Begriffes. So verfügen auch große Brauereien inzwischen über industriell gefertigte Produktlinien mit Craft-Beer-Anstrich. Andererseits gibt es gerade in Deutschland schon immer kleine Brauereien, in denen besondere Rezepturen entwickelt und in Handarbeit mit viel Zeit und Leidenschaft gebraut werden. So kann man den Fokus, den die Medien hier setzen, sicher hinterfragen. Dennoch begünstigen die Medien den Trend hin zu mehr Individualität und Geschmacksvielfalt.

 

Fehlt dem deutschen Biermarkt innovatives Denken?

Wenn man den „deutschen Biermarkt“ als Gesamtheit betrachtet, ist an dieser Behauptung mit Sicherheit etwas dran. Wirkliche Innovationen entstehen meist eher im Kleineren. Gerade kleinere Unternehmen müssen ihren Einfallsreichtum ausspielen, um am Markt langfristig bestehen zu können. Die Kundenansprache und die Gestaltung der Etiketten zum Beispiel sind bei vielen großen Brauereien ähnlich, zum Teil nahezu austauschbar. Viele kleine und Mikrobrauereien sind da deutlich kreativer und auch wir heben uns hier ab. Bereits in den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Biere auf den Markt gebracht, die durch eine anspruchsvolle Gestaltung auffallen. Wie Wein verkaufen wir unsere Biere auch über das Etikett, das besonders für Neukunden einen wesentlichen Kaufanreiz darstellen kann.

 

Kontakt zur Brauerei

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhauspl. 1
15898 Neuzelle

klosterbrauerei.com
facebook.com/KlosterbrauereiNeuzelle

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