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Brauereiprofil Brauerei Lemke

Lemke Bild

Brauereiprofil Brauerei Lemke

Die Brauerei Lemke besteht seit 1999 und wuchs von einem abgebrochenen BWL-Studium über ein Brauereistudium mit zahlreichen gesammelten Erfahrungen zu der Idee, eine eigene Brauerei zu eröffnen – die erste Craft Beer Brauerei Berlins. Schnell wurde der Enthusiasmus zum Erfolg und so führt Gründer Oli Lemke mittlerweile drei Brauhäuser an den besten Standorten Berlins. Seit 2015 ist das Lemke Bier auch in der Flasche erhältlich.
Der Brauer setzt auf Leidenschaft und Handwerk, um seinen Bieren eine unverwechselbare Note zu verleihen. Dabei wird häufig auf alte Bierstile wie Weizen, Wiener Lager oder Stout gesetzt, denen neues, frisches Leben eingehaucht wird. Die Brauerei Lemke vereint somit alle Faktoren, die Craft Beer spannend machen.
Wir haben Gründer und Namensgeber Oli Lemke einige Fragen rund um sein Bier und den Biermarkt im Allgemeinen gestellt.

 

Wie haben Sie Ihre Leidenschaft für Bier entdeckt?

Ich bin ganz „klassisch“ über einen Studentenjob in einer Berliner Kneipe zum Thema Bier gekommen. Nach meinem TU-Studium der Brautechnik in Berlin führte irgendwie eins zum anderen … Auf Auslandsaufenthalten habe ich viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und festgestellt, dass Bier auch „anders“ schmecken und vermarktet werden kann. So entstand Ende der 90er Jahre die Idee, eine andere Art der Gasthausbrauerei in Berlin zu etablieren. Mit dem Gedanken eröffneten wir das Brauhaus am Hackeschen Markt, in dem auch heute noch die erste und selbst gebaute Brauanlage der Brauerei Lemke steht.

 

Wie definieren Sie persönlich den Begriff Craft Beer und was macht ein gutes Craft Beer für Sie aus?

Es gibt ja die klare Definition der Brewer’s Association für Craft Beer, die ich absolut teile. Die eigentliche Idee, die dahinter steht, lässt sich meiner Meinung nach mit den Begriffen „handwerklich, regional und kreativ“ auf den Punkt bringen. Die handwerkliche Arbeit setzt Fachwissen und eine entsprechende Ausbildung voraus. Die Brauerei ist regional verankert, produziert vor Ort und ist im Idealfall voll oder zu mindestens 75% inhabergeführt. Und schließlich heißt Craft Beer auch, mit den Zutaten Malz, Hopfen, Hefe und Wasser kreativ umzugehen. Dabei ist Kreativität für mich kein Produkt des Zufalls, sondern setzt einen umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsprozess voraus.

 

Was hebt Lemke Bier von der Konkurrenz ab? Wie schafft man ein Alleinstellungsmerkmal?

Von Anfang an und bis heute geht es uns darum, die Idee von gutem Bier umzusetzen: handwerklich produziert, regional vor Ort im eigenen Betrieb, mit geschmacklicher Vielfalt und Kreativität. Uns geht es darum, jedem Bierstil das Bestmögliche zu entlocken und schmeckbar zu machen. Dafür entwickeln wir unsere Sorten stetig weiter, forschen und testen. Insgesamt wollen wir keinen kurzfristigen Trends folgen, sondern langfristig und verlässlich agieren.

 

Glauben Sie, Berlin hat Ihre Biere geprägt? Wäre Lemke in einer anderen Stadt anders?

Auf jeden Fall! Dies zeigt sich allein schon an Sorten wie Spreecoast (Westcoast IPA) und 030 Pale Ale, in denen sich der Charakter der Stadt mit ihren Ecken und Kanten widerspiegelt. Und als Berliner Brauerei war es vollkommen klar, dass wir auch eine Berliner Weiße brauen. Wir haben sehr lange geforscht und getestet, bis wir mit der Rezeptur für diese Berlin-typische Spezialität zufrieden waren. Aber hätte Lemke in einer anderen Stadt ihren Sitz, würde es unsere traditionelle „Budike Weisse“ wohl nicht geben.

 

Wie wichtig ist die Onlinepräsenz für das Image Ihrer Marke?

Die Online-Präsenz ist sicher wichtig für unsere Kunden, die nicht aus der Region stammen. Aber genauso wichtig ist das persönliche Erleben der Marke hier in Berlin – in einem unserer Brauhäuser, bei einer Brauereiführung oder bei unserem jährlichen Hoffest. Neben dem Geschmackserlebnis, das jeder nach subjektiven Kriterien bewertet, ist der persönliche Kontakt zwischen Kunden und unseren Kollegen in der Brauerei und den Gasthäusern prägend und füllt die Marke Lemke mit Leben.

 

Wie schätzen Sie die Rolle des Internets für die Bierbranche im Allgemeinen ein?

Aus meiner Sicht stellt das Internet für die Bierbranche eine Chance dar: Kleinere, vorrangig regional agierende Brauereien haben die Chance, sich hier zu präsentieren und auch überregional wahrgenommen zu werden. Die klassischen Medien – ich denke hier an TV, Tages- und Publikumszeitschriften – waren bisher den Großbrauereien vorbehalten, da nur sei eine Präsenz dort finanziell stemmen konnten. Gleichzeitig ist das Internet ein wichtiger Absatzkanal, was sich an der Vielfalt der Online-Shops für Getränke und hier speziell Bier zeigt.

 

Was sind Ihre langfristigen Ziele, was können Sie sich für die Zukunft vorstellen?

Wir wollen ein langfristig agierendes Unternehmen sein. Als Gegenentwurf zum vorherrschenden Duktus des Wirtschaftslebens, wo es häufig darum geht, eine gute Idee möglichst schnell und meistbietend zu verkaufen, wollen wir nachhaltig und verlässlich für unsere Mitarbeiter als Arbeitgeber und für unsere Kunden als Brauerei da sein.

 

Hier finden Sie das Lemke Sortiment bei BierSelect.

 

Kontakt zur Brauerei

Brauerei Lemke Berlin GmbH
Dircksenstrasse, S-Bahnhogen 143
10178 Berlin-Mitte

 

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